Boxsack füllen: Was ist die beste Füllung für einen Boxsack?

Boxsack

Was ist die beste Boxsack-Füllung?

Möchtest du für dein Heimstudio einen alten Boxsack neu befüllen oder fragst du dich gerade beim Kauf eines neuen Boxsacks, welches Füllmaterial man verwenden sollte? Hier findest du die Antworten.

Was du in diesem Beitrag erfährst:
  • Welche Füllmaterialien für Boxsäcke es gibt
  • Welches die beste Füllung für Boxsäcke ist
  • Wie du einen Boxsack richtig befüllst

Mit was kann man einen Boxsack füllen?

Ob du deinem alten Boxsack eine neue Füllung spendieren möchtest oder einen neuen Boxsack bestellt und ihn nachträglich noch füllen musst: Grundsätzlich gibt es verschiedene Füllmaterialien, die sich nicht nur im Volumen und Gewicht, sondern natürlich auch preislich unterscheiden. Aber nicht alle Materialien eignen sich gleichermaßen für die Befüllung eines Boxsacks. Hier möchten wir dir einen kleinen Überblick geben:

Sand

Vielleicht hast du schon die Bezeichnung “Sandsack” für einen Boxsack gehört. Dieser Begriff kommt tatsächlich daher, dass man früher Boxsäcke mit Sand befüllt hat - schließlich gab es nicht viele Alternativen. Tatsächlich ist Sand aber eines der schlechtesten Materialien, die du für einen Boxsack wählen kannst. Denn: Sand ist - im Verhältnis zu seinem Volumen - sehr schwer. Sand hat eine Dichte von 1,2 bis 1,8 kg pro Liter. Wenn du nun überlegst, dass ein Boxsack mit 120 cm Länge und 30 cm Durchmesser ein Volumen von ca. 85 Liter hat, wird er mit einer Sand-Füllung extrem schwer. Ob eine Wandhalterung diesen Boxsack tragen könnte, ist fraglich. Aber das ist nicht das einzige Problem mit Sand als Boxsack-Füllung: Je häufiger du auf den Sand schlägst, umso mehr verdichtet er sich. Irgendwann fühlt sich dein Boxsack wie eine steinharte Wand an. Damit hättest du kaum Stoßdämpfung und Schutz vor Verletzungen.

Mais

Mais oder andere trockene Getreidearten sind leichter als Sand, sodass eine bessere Füllung im Boxsack möglich ist. Hier ist oftmals nicht das Gewicht in Verbindung mit dem Volumen das Problem, sondern der Umstand, dass Getreide und Hülsenfrüchte Feuchtigkeit ziehen können - wenn sie nass werden oder sich in einem feuchten Raumklima (z. B. Keller, Garage) befinden. Die Feuchtigkeit sorgt zum einen dafür, dass der Boxsack schwerer sein wird, und zum anderen, dass die Füllung mitunter schimmelt. Wenn du Mais verwenden möchtest, achte daher unbedingt darauf, dass er entsprechend behandelt und vor Schimmel- oder auch Schädlingsbefall geschützt ist. Allerdings löst auch eine Imprägnierung nicht das letzte Problem: Durch die Schläge werden Mais und Hülsenfrüchte im Laufe der Zeit pulverisiert. Dein Boxsack verliert nicht nur an Volumen, die Füllung verhärtet sich auch - ähnlich wie Sand und wird steinhart.

Granulat

Eine moderne Alternative zu Mais, Hülsenfrüchten oder auch Sägespäne ist Granulat. Dieses wird häufig aus Gummi oder Kork hergestellt und besteht aus kleinen Kügelchen. Der Vorteil gegenüber natürlichen Füllmaterialien besteht darin, dass das Granulat keine Feuchtigkeit zieht und folglich auch keinen Schimmel bildet. Zudem zieht es keine Schädlinge an. Anders als Sand verdichtet sich das Granulat nicht mit der Zeit, sodass deine Finger und Handgelenke gut geschützt sind. Für einen Boxsack von 120 cm Länge und ca. 30 cm Durchmesser benötigst du je nach Anbieter und Material rund 80 kg Granulat. Bei einem Preis zwischen 0,60 und 4,00 Euro pro Kilo kann das Füllen des Boxsacks schon recht teuer werden.

Wasser & Luft

Tatsächlich gibt es mittlerweile auch einige Hersteller, die Boxsäcke mit einer Füllung aus Luft oder Wasser anbieten. Teilweise gibt es auch kombinierte Modelle mit Wasser- und Luft-Füllung. Das erscheint zunächst sehr praktisch, denn beide Füllmaterialien musst du nicht extra bestellen bzw. kaufen, sondern hast sie zuhause verfügbar. Bei aufblasbaren Boxsäcken hast du schlichtweg das Problem, dass sie keinen Widerstand bieten und damit keinen Effekt auf dein Training haben. Derlei Boxsackständer eignen sich höchstens als lustiges Box-Gadget oder Geschenk. Mit einem ernsthaften Boxtraining haben sie aber nichts zu tun. Wenn du überlegst, deinen Boxsack (sofern er wasserdicht ist) mit Wasser zu füllen, wirst du auch hier ein Gewichtsproblem bekommen. Ein Liter Wasser wiegt 1 kg. Für einen Boxsack mit 120 cm Länge und 30 cm Durchmesser benötigst du rund 80 Liter, um ihn zu füllen. Damit wäre dein Boxsack ca. 80 kg schwer - auf einer relativ kurzen Länge. Nimmst du weniger Wasser, um weniger Gewicht zu erhalten, ist dein Boxsack nur zur Hälfte gefüllt - somit kannst du ihn nicht in der ganzen Länge bearbeiten und vernünftig trainieren.

Textilien

Textilien - meist Stoffreste - haben sich als Füllmaterial für Boxsäcke vielfach bewährt. Sie verfügen über ausreichend Volumen, ohne zu schwer zu sein. Etwa 10 kg Stoff ergeben 40 Liter Füllung. Zudem verdichten sich die Stoffreste nicht so sehr wie andere Materialien, sodass du irgendwann gegen eine Mauer hauen würdest. Gleichzeitig bieten Textilien als weiches Material eine gute Stoßdämpfung für deine Hände. Wenn du selbst alte Kleidung zu Stoffresten verarbeitest, hast du zudem eine extrem günstige Füllung für deinen Boxsack.

Was ist die beste Boxsack-Füllung?

Aus unserer Erfahrung können wir Textilien als Füllmaterial für Boxsäcke bestens empfehlen. Für uns sind Stoffreste das beste Füllmaterial für Boxsäcke.

Wie befüllt man einen Boxsack richtig?

Hast du dich entschieden, deinen Boxsack mit Stoffresten zu füllen, kannst du nach folgender Anleitung vorgehen:

  • Bereite die Stoffreste in entsprechende Streifen oder Stücke vor. Die Textilien sollten nicht allzu groß sein, damit sie den Boxsack optimal ausfüllen. Drei bis vier Zentimeter breite Stoffstreifen sind ideal. Idealerweise verwendest du ausschließlich alte T-Shirts, Pullover oder Bettlaken - nichts mit Knöpfen oder Reißverschlüssen. Das könnte zu Verletzungen führen.
  • Bedecke den Boden des Boxsacks mit einer ca. 10 cm dicken Schicht aus Stoffresten und drücke sie fest. Hierzu kannst du beispielsweise einen Besenstiel oder einen langen Kochlöffel verwenden.
  • Arbeite dich nun Schicht für Schicht nach oben. Fülle immer ca. 10 cm Stoff in den Boxsack, verdichte ihn, sodass keine Hohlräume entstehen, und mache mit der nächsten Schicht weiter. Möchtest du deinen Boxsack schwerer machen, kannst du schwereres Füllmaterial zwischen die einzelnen Stoffschichten füllen.
  • Am Ende solltest du den Boxsack gut schließen können, ohne dass Stoff am oberen Ende herausquillt oder Verschluss und Nähte kaputt gehen. Mit der Zeit werden sich die Stoffreste noch etwas verdichten und hinunterrutschen, sodass du noch etwas Füllung nachgeben kannst. Lass den Boxsack dazu einfach hängen. Du kannst ihn auch mit ein paar Schlägen bearbeiten und die Füllung verdichten.

Brauchst du Tipps, wie du den Boxsack nach dem Füllen richtig und sicher an der Wand oder Zimmerdecke aufhängst? Unsere Boxprofis wissen auch hierzu Rat und haben dir die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Foto von sportyglee

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